Hintergrundinformationen

Nach der aktuellen Versorgungsbilanz von Statistik Austria isst jede:r Österreicher:in durchschnittlich 58 Kilo Fleisch im Jahr. Dieser hohe Fleischkonsum hat weltweit Auswirkungen: Die globale Fleischproduktion benötigt große Mengen an Land, Wasser und Futtermitteln und verursacht klimaschädliche Treibhausgase. Ein großer Teil der weltweiten Getreideernte wandert in den Futtertrog. Soja als Futtermittel ist dabei noch nicht eingerechnet. Das Futtermittel Soja wird größtenteils aus anderen Weltgegenden in die EU importiert. In den Herkunftsländern wie Brasilien und Argentinien werden für Soja-Plantagen riesige Waldflächen abgeholzt. Durch die ständige Ausweitung der Plantagen verlieren viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ihr Land und haben nicht mehr genug zu essen.
Doch auch viele Landwirt:innen in Österreich leiden unter dem bestehenden System. Sie stehen unter großem Druck – vor allem wegen der niedrigen Preise für Fleisch und Milch. Schweineschnitzel etwa sind heute oft billiger als in den 1970er-Jahren. Viele Bäuerinnen und Bauern mussten ihre Höfe bereits aufgeben. Die gute Nachricht: Wir alle können mit unserem Ernährungsstil dazu beitragen, dieses ungerechte System zu verändern und eine nachhaltige, wenn möglich biologische und fair bezahlte Landwirtschaft zu fördern. Bewusster Konsum bedeutet, auf hohe Qualität, lokale Herkunft, gute Haltungsbedingungen und faire Preise zu achten. Fleischfasten kann dabei ein konkreter und alltagstauglicher Schritt sein: weniger Fleisch essen, öfter pflanzliche Gerichte ausprobieren, regionale Angebote wählen und Lebensmittel möglichst vollständig verwerten.