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Hintergrundinformationen

Wissenswertes zum Thema Fleischkonsum

Thomas Bauer

Nach der aktuellen Versorgungsbilanz von Statistik Austria isst jede:r Österreicher:in durchschnittlich 58 Kilo Fleisch im Jahr. Dieser hohe Fleischkonsum hat weltweit Auswirkungen: Die globale Fleischproduktion benötigt große Mengen an Land, Wasser und Futtermitteln und verursacht klimaschädliche Treibhausgase. Ein großer Teil der weltweiten Getreideernte wandert in den Futtertrog. Soja als Futtermittel ist dabei noch nicht eingerechnet. Das Futtermittel Soja wird größtenteils aus anderen Weltgegenden in die EU importiert. In den Herkunftsländern wie Brasilien und Argentinien werden für Soja-Plantagen riesige Waldflächen abgeholzt. Durch die ständige Ausweitung der Plantagen verlieren viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ihr Land und haben nicht mehr genug zu essen.

Doch auch viele Landwirt:innen in Österreich leiden unter dem bestehenden System. Sie stehen unter großem Druck – vor allem wegen der niedrigen Preise für Fleisch und Milch. Schweineschnitzel etwa sind heute oft billiger als in den 1970er-Jahren. Viele Bäuerinnen und Bauern mussten ihre Höfe bereits aufgeben. Die gute Nachricht: Wir alle können mit unserem Ernährungsstil dazu beitragen, dieses ungerechte System zu verändern und eine nachhaltige, wenn möglich biologische und fair bezahlte Landwirtschaft zu fördern. Bewusster Konsum bedeutet, auf hohe Qualität, lokale Herkunft, gute Haltungsbedingungen und faire Preise zu achten. Fleischfasten kann dabei ein konkreter und alltagstauglicher Schritt sein: weniger Fleisch essen, öfter pflanzliche Gerichte ausprobieren, regionale Angebote wählen und Lebensmittel möglichst vollständig verwerten.

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Lesenswertes:

Die ALIANZA-Publikationen zeigen globale Zusammenhänge auf. Sie machen deutlich, dass Tierhaltung nicht pauschal bewertet werden kann: Nachhaltig bewirtschaftete Weiden und Grünland können zur biologischen Vielfalt beitragen. Tiere können Futter verwerten, das für Menschen nicht geeignet ist, Nährstoffkreisläufe schließen und Landschaften pflegen. Entscheidend ist daher, unter welchen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen produziert wird.

Das Klima und die Bauern
Grenzüberschreitende Perspektiven von der Pampa zu den Almen
Von der Pampa bis zu den österreichischen Almen: Diese Publikation zeigt, wie eng Klimawandel, Landwirtschaft, Fleischproduktion, Futtermittelhandel und globale Wertschöpfungsketten miteinander verbunden sind. Stimmen bäuerlicher Familienbetriebe aus Argentinien und Österreich machen Herausforderungen sichtbar und zeigen Wege zu einer sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Landwirtschaft.

Gemeinsam für eine zukunftsfähige Landwirtschaft
Wie kann bäuerliche Landwirtschaft in Österreich und Argentinien Zukunft haben? Die Publikation bündelt Erfahrungen von Bäuerinnen und Bauern, zeigt globale Zusammenhänge auf und formuliert konkrete Forderungen an Politik, Handel und Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung familiärer Betriebe, der Zugang zu Land, faire Märkte und eine nachhaltige Lebensmittelversorgung.

Downloads
  • ALIANZA_Gemeinsam-f-eine-zukunftsfaehige-Landwirtschaft.pdf
  • ALIANZA-Publikation_Das-Klima-und-die-Bauern.pdf

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Diözese Graz-Seckau

Gerecht leben - Fleisch fasten, eine Aktion von:

Träger*innen:

Welthaus Diözese Graz-Seckau / Afro-Asiatisches Institut /  Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar (Steiermark) / Umweltreferat Diözese Graz-Seckau / Arbeitskreis Nachhaltigkeit der Katholischen Aktion / Katholische Stadtkirche Graz

Kooperationpartner*innen:

Bischöfliches Amt für Schule und Bildung   / Haus der Frauen / Haus der Stille / Katholische Aktion Steiermark / Fachbereich Diakonie Diözese Graz-Seckau / Katholische Hochschulgemeinde / Katholische Stadtkirche Graz / Private Pädagogische Hochschule Augustinum / Prandia Augustinum / Sonntagsblatt / Aktion Familienfasttag/Zentrum der Theologiestudierenden / Nahgenuss / MIRIA Catering / Styria Vitalis / Autofasten / Die Umweltberatung

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