Daniela Felber

Meine ersten Fleisch-fasten-Experimente startete ich als Teenager, noch bevor es die Aktion „Gerecht leben. Fleisch fasten.“ gab. Damals war mir noch nicht bewusst, dass Verzicht auf Fleisch und andere tierische Lebensmittel etwas mit Umweltschutz und Klimagerechtigkeit zu tun haben.
Nun – mit vollem Bewusstsein – versuchen meine Familie (2 Erwachsene, 3 Kinder im Kindergartenalter) und ich das ganze Jahr maximal ein bis zwei Mal die Woche Fleisch zu essen: Dann natürlich in Bio-Qualität aus der Region. In der Fastenzeit kommt noch die religiöse Motivation, sich mit Leib und Seele auf das Osterfest vorzubereiten, dazu.
Was anfangs eine Herausforderung war, nämlich etwas Vegetarisches zu kochen, das allen schmeckt, ist mittlerweile schon in die Kategorie „kreatives Hobby“ einzuordnen. Kochen macht nicht nur mir großen Spaß; somit teile ich den Platz am Herd mit drei Mini-Köchen, die so Bezug zu gesunden Lebensmitteln und deren Verarbeitung bekommen. Unsere Familien-Lieblingsgerichte: Linsen-Lasagne, Erdäpfellaibchen, Gemüsestrudel, Linsen-Curry, Kaiserschmarrn, Topfennockerln, … Neues wird gerne ausprobiert. Der anfängliche Verzicht hat unser Leben bunter und abwechslungsreicher gemacht. Tut uns gut – tut der Schöpfung gut!
Daniela Felber, Referentin Kath. Stadtkirche Graz, Themenschwerpunkt „Schöpfungsverantwortung“