Miriam Krusic

Natürlich ist Nachhaltigkeit für mich ein wichtiges Thema, jedoch war mein Beweggrund ganz allein das Tierleid.
Bereits als Kind habe ich eine Zeit lang auf Fleisch verzichtet, da ich den Gedanken nicht ertragen konnte, dass Tiere für meinen Genuss sterben müssen. Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder periodisch auf Fleisch verzichtet, allerdings immer wieder mit dem Fleisch essen begonnen, da es mir offen gestanden sehr gut geschmeckt hat. Letztes Jahr habe ich mich dazu entschieden ein sogenannter ‚Flexitarier‘ zu sein, d.h. nur mehr zu besonderen Anlässen Fleisch ‚als Belohnung’ zu essen. Eines Tages, als ich mit dem Bus von Wien nach Graz fuhr, haben wir auf der Autobahn einen Tiertransporter überholt und dieser Moment hat meine Einstellung zu Fleisch grundlegend geändert. Ich dachte mir wie traurig ich wäre, wenn jemand aus meiner Familie sterben würde. Für mich würde eine Welt zusammenbrechen. Oder wie traurig ich wäre, wenn meine Katze, die seit dem ich 11 Jahre alt bin, auf mich zu Hause wartet, sterben würde. Und dann dachte ich mir, wie kann Fleisch essen für mich ein Genuss sein, wenn dafür ein Lebewesen sein Leben geben muss. Noch dazu auf qualvolle Art und Weise.. Seitdem habe ich den Genuss an Fleisch gänzlich verloren. Selbst beim Weihnachtsessen, wo es das beste Fleisch bei uns zuhause gibt, hatte ich nicht das geringste Bedürfnis ein Stück zu kosten.
Ich finde es toll, dass es bereits so viele Alternativen zu Fleisch gibt (z.B. veganes Schnitzel, das meiner Meinung sogar besser schmeckt als Fleisch), und es freut mich immer neue Rezepte zu entdecken und zu sehen, wie man aus den einfachsten Zutaten, leckere Speisen zaubern kann.
Ich würde mir wünschen, dass das Thema Tierleid ernster genommen wird und auch Kinder besser darüber aufgeklärt werden. Fleisch sollte nicht mal schnell im Supermarkt gekauft werden, um dann vielleicht daheim im Müll zu enden. Jeder sollte sich darüber bewusst sein, dass es sich um Lebewesen handelt und deshalb auf die Herkunft des Fleisches zu achten und vielleicht auch das eine oder andere Mal im Gemüseregal nach Alternativen zu suchen ;)
Miriam Krusic, Studentin