Samuel Britto

Der Fleischkonsum in Brasilien und weltweit ist ein wesentlicher Faktor in der Umweltzerstörung und betrifft in Brasilien besonders den Cerrado und Amazonien.
Aufgrund der vermehrten Produktion von Getreide und Ölsaaten, besonders von Soja, das in großen Mengen in die USA, nach Europa und China exportiert wird, werden Gebiete im Cerrado und in Amazonien zu Monokulturen. Dies hat einen direkten Einfluss auf das Grundwasser und trägt dazu bei, dass immer weniger Wasser in unseren Flüssen fließt.
Um die Anforderungen des Marktes bezüglich Fleischexport zu erfüllen, ist es notwendig, dass die Tiere mit spätestens 30 Monaten geschlachtet werden. Das führt dazu, dass auf dem brasilianischen Markt Tiere fehlen und es zu wenige Kälber gibt. Damit steigt der Preis für Kälber enorm an, der Fleischpreis am brasilianischen Markt erhöht sich um 100, 200, ja bis zu 300% und wird praktisch unrentabel.
Daher ist der Fleischkonsum weltweit und in Brasilien unglaublich schädlich für die Bevölkerung vor Ort, er wirkt sich negativ auf die Umwelt sowie die örtliche Wirtschaft und die Souveränität des brasilianischen Volkes aus.
aus der Partnerdiözese in Brasilien, Bom Jesus da Lapa