Elisabeth Berger

Fleischlos Essen bedeutet bei den Exerzitien nicht Opfer oder Verzicht, wie vielleicht manche glauben. Ich erinnere an eine Redewendung, die jeder von uns sicher schon einmal erfahren hat:
„Ein voller Bauch studiert nicht gern!“ Bei den Exerzitien üben wir, wach und aufmerksam da zu sein, um sich mit seinem ganzen Leben in die Gegenwart Gottes hineinzuhalten. Vegetarische Kost ist eine Zugabe für meinen Körper, die dieses Einüben positiv unterstützt. Mein Geist ist frei fürs Gebet und mein Körper wird nicht durch das Verdauen von schwerer Kost belastet. Ich bin empfindsamer und hellhöriger für meine Lebenswirklichkeit und kann mich so - im wahrsten Sinne des Wortes – leichter der Stille anvertrauen. Und der Überraschungseffekt, wie köstlich vegetarische Gerichte sein können, kommt noch dazu!
Exerzitienleiterin Kapuzinerkloster Irdning