Josef Promitzer

Auf Fleisch verzichten – keine leichte Aufgabe für einen „Fleischtiger“ wie mich. Vermutlich geht es da nicht wenigen so wie mir. Und doch tut es gut, sich in der Fastenzeit den Luxus zu gönnen, innerlich frei zu werden von dem, was wir meinen, zum Leben ständig und unhinterfragt brauchen zu müssen. Ob es Süßigkeiten sind, das kühle Bier am Abend oder eben ein saftiges Schnitzerl – da fällt Ihnen auch bestimmt so manches ein, was Sie sich ungern verbieten, oder? Schon in den beiden vergangenen Jahren habe ich mich an der Aktion „Fleisch fasten – gerecht leben“ beteiligt, da sie das traditionelle Fastenverständnis der Kirche mit einem notwendigen sozialen Anliegen verknüpft und auf diese Art ein Zeichen setzt gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung. Auch wenn ich weiß, dass sich – naiv gesprochen - nicht alle Probleme der Welt lösen lassen, nur weil ich 40 Tage lang kein Fleisch esse, so bin ich doch überzeugt, gemeinsam mit vielen anderen Menschen einen wichtigen Impuls zu liefern, der helfen kann, das eigene Leben und unseren Umgang mit der Schöpfung zu überdenken und meinen Umgang mit den Gütern der Erde bewusster zu gestalten.
Josef Promitzer, Kath. Jungschar