Sarah Niehaus

Unser derzeitiges Ernährungssystem und die damit verbundenen Ernährungsweisen sind weder für uns Menschen, noch für alle andere Lebewesen und den Planeten gesund. Wir heizen das Klima an, verlieren an biologischer Vielfalt und dadurch an Vielfalt auf unseren Tellern. Der übermäßige Konsum an tierischen Erzeugnissen sowie die Lebensmittelverschwendung tragen im Besonderen dazu bei. Vielen Menschen ist die Nähe zu Lebensmitteln und deren Wertschöpfung verloren gegangen. Das geht einher mit der Ent-Wertung dessen, was uns am Leben hält („Mittel zum Leben“) und mehrmals täglich in Beziehung zu anderen Menschen und Kulturen, Tieren, Klima, Ökosystemen setzt... Eine Zeit des Fastens lädt uns dazu ein, innezuhalten und uns als Teil dieser Mit-Welt für die Wurzeln unseres Essens und die Folgen unserer Ernährungsentscheidungen zu interessieren. Wenn wir die verbindende Qualität von Essen wieder erleben, wiegt vielleicht die Freude über dem Verzichtsempfinden. Darin liegen Chancen für eine nachhaltige Transformation – zumindest im eigenen klimafreundlichen Ernährungsalltag.